Stadt- und Ortsteile

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Für den seit 1973 in die Stadt Meuselwitz integrierten Ort Zipsendorf ist ein genaues Gründungsdatum nicht nachweisbar, da keine Gründungsurkunde vorliegt. Erstmals wurde Zipsendorf als Cybezlaundorf erwähnt, als sich dort im Jahre 1168 ein Lehensmann des Bischofs Udo von Naumburg ansiedelte. Durch den Wechsel oder das Weglassen/ Hinzufügen von gleich- oder ähnlich klingenden Buchstaben entstanden mehrere unterschiedliche Schreibweisen.
Zipsendorf war ein Bauerndorf. Aber bereits 1612 wurden 7 Bauern und eine ungewöhnlich hohe Zahl von Handwerkern genannt. Es gab hier Schuhmacher, Müller, Bäcker, Böttcher, Schmiede, Zimmerleute, Schneider Wollkämmer, Wirker, Leinenweber. Außerdem waren die Zipsendorfer als Salzhändler bekannt.
Rückschläge hatte die Ortsentwicklung vor allem im 18. Jahrhundert zu verkraften: Unwetter und Viehseuchen, Kriegsnöte, Hochwasser und mehrere Brände stürzten die Bewohner ins Elend.
1870 setzte mit dem Beginn des Kohleabbaus in der Gegend eine fast rasende Entwicklung des Dorfes zu einem bekannten Industrieort ein. Die Einwohnerzahlen stiegen sprunghaft an – Jahr 1920 waren es schon 3.000 Einwohner. Viele Bauern verkauften ihre Felder an die aufstrebenden Gruben und 1930 gab es nur noch vier Bauernhöfe.
1908 wurde die katholische Kirche gebaut, 1912 die erneuerte evangelische Kirche eingeweiht (erbaut in den Jahren 1500-1511), die allgemein als ältestes Gebäude des Ortes bekannt ist.
1916 wurde in der jetzigen Geschwister-Scholl-Straße eine neue Schule eingeweiht. 1930 kam die Kulturhalle hinzu. Etwa zur gleichen Zeit entstand auch das Rathaus. Der II. Weltkrieg hinterließ auch im Ort seine Spuren.
Im Jahr 1950 wurde Brossen eingemeindet, im Jahre 1973 wurde das einst preußische, dann zum Anhaltinischen gehörende Zipsendorf nach Meuselwitz, also in den Kreis Altenburg, Bezirk Leipzig, eingemeindet.
Seit der politischen Wende 1989 hat sich vieles verändert. Die medizinische Versorgung hat sich verbessert, neue Geschäfte und Einkaufszentren sind entstanden. Seit Juli 1995 ist die Ortsdurchfahrt - die B 180 - grundhaft ausgebaut und ist wieder die wichtigste Verkehrsader zwischen Altenburg (Thüringen) und Zeitz (Sachsen-Anhalt). Im Zusammenhang mit diesen Straßenbaumaßnahmen hat auch der zentrale Platz, der Friedensplatz, ein neues attraktives Aussehen erhalten.

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Der Ort, wahrscheinlich um das Jahr 1000 herum entstanden, hat die urkundliche Ersterwähnung als Mustorf aus dem Jahre 1413. Genauere Angaben finden sich 1521, als der kurfürstliche Rat und Amtmann zu Altenburg, Günther von Bünau, das Rittergut von den damaligen Erben Haugwitz kaufte. Bevölkerungsrückgänge gab es nachweislich infolge des Dreißigjährigen Krieges und der Pest, die 1626 im Dorfe und in Meuselwitz so stark umging, dass die Mumsdorfer ihre Kinder in der Kirche zu Zipsendorf taufen ließen.
Am 23. März 1692 kam Mumsdorf unter die Herrschaft Veits von Seckendorff, der es von einem Urenkel Heinrichs von Bünau kaufte. Aus der Abgeschiedenheit des dörflichen Lebens wurde Mumsdorf jäh herausgerissen, als im Jahre 1865 bei Mumsdorf eine Kohlengrube den Betrieb aufnahm. 1905 begann mit der Grube und dem Braunkohlenwerk "Phönix" die Großraumförderung. Die Einwohnerzahlen schnellten in die Höhe, die Bautätigkeit mit Wohnhäusern, Kultur-, Sport- und Sozialgebäuden verstärkte sich. Auch in Mumsdorf hinterließ der II. Weltkrieg seine Spuren. Als die schweren Angriffe auf Meuselwitz am 30.11.1944 und am 20.02.1945 erfolgten, wurde der Ort von mehreren Bomben getroffen.
In den letzten Jahren gab es einen erheblichen Aufschwung. Grundhafter Straßenausbau, Sanierung von Häusern, vor allem in privaten Initiativen, neue Verkaufseinrichtungen prägen das Bild des Ortes. Seit Dezember 1994 ist die neu entstandene Wohnresidenz einschließlich der darin integrierten Laden- und Dienstleistungseinrichtungen bezogen. Fernwärme- und Telekomanschlüsse wurden geschaffen. Seit dem 16. Oktober 1993 ist Mumsdorf in die Stadt Meuselwitz eingegliedert. Berühmtester Sohn des Ortes ist der Grafiker Gerhard Kettner. Hier geboren am 10. August 1928 wirkte er später vor allem in Dresden an der Hochschule für Bildende Künste und verstarb dort auch am 14. Juni 1993.
Feuerwehr und Feuerwehrverein setzen sich gemeinsam mit einem aktiv arbeitenden Ortschaftsrat für die kulturellen Interessen im Ort ein. Das Feuerwehrdepot mit neu errichtetem Gemeinschaftsraum bietet dazu verschiedene Möglichkeiten. Der Ort zählt derzeit ca. 657 Einwohner.

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Der Ortsteil Brossen, der 1973 zusammen mit Zipsendorf zu Meuselwitz eingemeindet wurde und ca. 270 Einwohner hat, liegt im Tal der Schnauder. Er grenzt im Westen und Süden bei Oelsen und Spora mit Sachsen-Anhalt und im Norden und Osten mit Mumsdorf und dem ehemaligen Ort Zipsendorf, die zum Land Thüringen zählen.
Wesentliche historische Daten des Ortes stammen aus dem 17. Jahrhundert. Erwähnenswert ist die alte Schnaudermühle, die 1668 erbaut wurde und sich im Besitz der Familie Blüthner befand.
Von 1901 bis 1969 führte bei Brossen die Trasse der Schmalspurbahn Wuitz - Gera entlang, die für den Kohlentransport und den Transport der Erzeugnisse der Landwirtschaft und umliegender Betriebe, aber auch zur Personenbeförderung diente. Von Bedeutung war neben Braunkohlenabbau und Landwirtschaft der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Ziegeleibetrieb der Familie Just.
Die höchste Bevölkerungszahl von etwa 700 Einwohnern ist aus dem Jahre 1927 zu vermelden. Seit 1956 gingen die Kinder des Dorfes nach Zipsendorf zur Schule.
In den letzten Jahren wurden in privater Initiative verstärkt Sanierungsmaßnahmen an Häusern durchgeführt, es erfolgte die Umstellung auf den Heizenergieträger Erdgas, ein neuer Kinderspielplatz wurde angelegt, der Verbindungsweg nach Zipsendorf wurde asphaltiert. Der Ortsteil Brossen wurde in das Dorferneuerungsprogramm integriert. In diesem Rahmen wurde u.a. die Brossener Dorfstraße als Gemeinschaftsaufgabe mit dem Eigenbetrieb Stadtwerke „Schnaudertal“ in 2 Bauabschnitten grundhaft ausgebaut. Im September 2008 erfolgte die Übergabe. Des Weiteren wurden  Sanierungsmaßnahmen am Vereinshaus durchgeführt, wodurch das gesellschaftliche Leben im Ort positiv beeinflusst wird. 
Eine Reihe neuer Einfamilienhäuser sind entstanden. Für gemeinsame Treffen von Vereinen oder Organisationen steht ein in den letzten Jahren aus dem ehemaligen Feuerwehrstützpunkt neu gestalteter Vereinsraum zur Verfügung.

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Der derzeit ca. 165 Einwohner zählende Ort wurde im Jahre 1700 durch Heinrich von Bünau gegründet und war seiner Anlage nach ein Straßendorf, auf dem gerodeten Prößdorfer Wald erbaut. Es war zu Prößdorf eingepfarrt. Nicht viel ist über die Geschichte bekannt, aber um 1705 soll neben den ersten Baustätten auch bereits eine Schenke errichtet worden sein.
1861 begann der Chausseebau von Meuselwitz nach Lucka, direkt an Bünauroda vorbei.
Um 1900 erfasste der Bergbau die Flur Bünauroda und führte zur Vergrößerung des Dorfes. 1927 waren es 140 Einwohner. Zu dieser Zeit gehörte der Ort zum Amtsgericht Meuselwitz, kirchlich und schulisch noch zu Prößdorf, standesamtlich zu Lucka.
1947 wurde die neue Straße Falkenhain - Bünauroda eingeweiht, die lange Zeit durch den Braunkohlenabbau unterbrochen war und im Jahre 1950 wurde der Ort zu Meuselwitz eingemeindet. 1954/55 wurde die Kegelbahn erbaut, nach Modernisierungen eine heute noch gern genutzte Wettkampfstätte.
Auch für Bünauroda wurde als Alternative zur Fernwärmeversorgung der Neuanschluss an die Versorgungsleitung Erdgas im Jahre 1993 realisiert. Damit verbunden erfolgte dann 1994 die Straßensanierung. Der ehemalige Feuerlöschteich wurde 1993 zu einem attraktiven Teichensemble umgestaltet, als Ergänzung konnte dazu 1994 ein neuer Kinderspielplatz angrenzend an das Teichgelände geschaffen werden.

 

Ortsteil Falkenhain

Der Ort Falkenhain, geschichtlich bis 1216 zurückzuverfolgen, war jahrhundertelang mit der Geschichte der Stadt Zeitz verbunden. Erst im Jahre 1952 wurde Falkenhain dem Kreis Altenburg, Bezirk Leipzig, zugeordnet. Seit 1990 zählt Falkenhain, erstmals in seiner langen Geschichte, zu Thüringen.

Die bedeutendste Persönlichkeit ist der am 11. März 1824 in Falkenhain geborene weltberühmte Klavierbauer Julius Blüthner. Am 7. November 1853 gründete er in Leipzig eine eigene Fabrik, die auch heute noch existiert. Falkenhain ist auch Geburtsort des Malers und Grafikers Herbert Gentzsch. (geb. am 29.03.1909 in Falkenhain, gest. am 28.12.1989 auf der ostfries. Insel Juist, seiner langjährigen Heimat und Wirkungsstätte).

Das älteste Bauwerk ist die Falkenhainer Kirche, die bereits 1437 als Rittergutskapelle vorhanden war. Auf ihrem Vorplatz steht ein um 1100 gefertigter Taufstein. Auch ein Sühnekreuz aus dem Mittelalter und das Gefallenendenkmal von Rusendorf sind hier aufgestellt.

Bis zum Beginn unseres Jahrhunderts war der Ort überwiegend ein Bauerndorf, das Rittergut spielte die dominierende Rolle. Erst mit dem Einzug des Braunkohlenbergbaus änderte sich das. Die Einwohnerzahlen stiegen sprunghaft an, Falkenhain entwickelte sich zu einem Industriedorf.

Am 8. März 1994 erfolgte die Eingliederung von Falkenhain in die Stadt Meuselwitz.

Falkenhain Kirche

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Es wird vermutet, dass dieses Dörfchen, eine Zeit lang auch mit Haynchen bezeichnet, bereits im 12. Jahrhundert existierte. Sicher ist der Hinweis, dass der Ort bis 1529 noch in Zipsendorf eingepfarrt war und einem Herrn von Bünau gehörte. Wiederholt kam es zu einem Besitzwechsel, so erwarb z. B. Heinrich von Clauspruch 1578 Schnauderhainichen. Der Ort war stets von den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen seines Umfeldes abhängig und die sich entwickelnde Textilfabrikation in Meuselwitz trug zur Vergrößerung des Ortes bei. Später fanden die Bewohner Beschäftigung im Bergbau und in weiteren umliegenden Betrieben. Bereits 1922 erfolgte die Eingemeindung nach Meuselwitz.
Nach dem 2. Weltkrieg fanden hier sehr viele Vertriebene Unterkunft. So wurden in der hiesigen Schule zeitweilig bis zu 180 Kinder unterrichtet. Gegenwärtig zählt Schnauderhainichen ca. 216 Einwohner.
Der hübsche Ort, der ein wenig abseits und sehr ruhig liegt, wurde durch die Erneuerung der wichtigsten Straßenführungen und durch Sanierungen vieler Häuser attraktiver gestaltet. Sowohl der Ortschaftsrat Schnauderhainichen als auch der dortige Feuerwehr- und Heimatverein fühlen sich für gemeinsame Aktivitäten sowie Dorf- und Kinderfest verantwortlich. Dafür stehen die Räumlichkeiten des Feuerwehr- und Heimatvereins zur Verfügung. Von hier aus lohnen sich Wanderungen ins Schnaudertal bis nach Wintersdorf, in das nahe gelegene Auholz und in die rekultivierten Gebiete der Bergbaufolgelandschaft des ehemaligen Luckaer Forstes.

  • Neupoderschau-001

Der südlich von Meuselwitz gelegene Ortsteil wurde im Jahre 1718 gegründet, als der Gotha-Altenburgische Geheimratsdirektor Johann Freiherr Bachoff von Echt seinen Rittersitz auf den 244 m hoch gelegenen Berg verlegte.
Früher auf Grund der dürren Böden, aber durch die erhöhte Lage war hier Standort für Windmühlen.
Bereits von 1922 bis 1932 gehörte der Ort schon einmal zur Stadt Meuselwitz. Nachdem Neupoderschau nochmals 25 Jahre eigenständig wurde, kam es 1957 zusammen mit Altpoderschau zur Gründung der Gemeinde Poderschau, die dann 1973 mit der Eingemeindung zu Meuselwitz endete.
Altpoderschau wurde nach Kriebitzsch eingemeindet. Durch den in Meuselwitz und Umgebung verbreiteten Bergbau fanden die Bewohner in diesem Bereich Lohn und Brot. In den letzten Jahren wurden Hausfassaden restauriert und Straßen ausgebessert, es besteht Anschluss an die Erdgasleitung, ein neuer Kinderspielplatz wurde errichtet. Heute hat Neupoderschau ca. 160 Einwohner.

  • Kirche-Wintersdorf
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Der Ort Wintersdorf wird erstmalig urkundlich um 1181 genannt und zwar in dem alten Zehntenverzeichnis der Klosters Bosau bei Zeitz. Das Dorf selbst war ursprünglich ein Sackgassendorf mit nur einem Zugang. Wintersdorf war damals ein Bauerndorf, welches etwa 7 Bauernhöfe hatte, die alle um die Schnaudermühle und das Pinkertsche Gut gestanden haben. In der Zeit von 1580 und 1594 wurden die ersten Häuser auf dem Damm erbaut. Im Jahr 1615 wurde das erste Schulhaus errichtet und 1663 die erste Pfarrei.

Am Anfang des 18. Jahrhunderts entstanden mehrere Wohnhäuser entlang des Pferdeberges, der Berggasse und der Schulgasse. 1830 wird die neue Schnauderbrücke gebaut. 1837 erfolgte die Vereinigung des Amts- und der Gerichtsgemeinde, bis zu dieser Zeit bestand der Ortsteil Wintersdorf aus 2 Gemeinden. Von 1800 bis 1870 entstanden rund um den Ort verschiedene Betriebe des Braunkohlenbergbaus.

Seit 1880 verfügt Wintersdorf über den öffentlichen Fernsprechverkehr. 1888 wurde eine Zigarrenfabrik erbaut, die bis 1969 produzierte. Im Jahre 1899 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet.
Wann die erste Kirche erbaut wurde, ist nicht überliefert. Die erste bekannte Reparatur an einem Kirchturm erfolgte 1619. Als 1905 ein Teil der Kirche und der Kirchturm durch Blitzschlag beschädigt wurden, beschloss man den Neubau einer Kirche. Sie konnte 1907 eingeweiht werden und wurde 90 Jahre später vollständig saniert.

Von 1920-1923 wurde die Wintersdorfer Bergarbeitersiedlung gebaut. Später entstanden weitere Gemeinde- und Grubenhäuser. 1954 wurde ein Gasthof zum Kulturhaus umgebaut. 1994 bzw. 2000 wurde das Kulturhaus „Schnaudertal“ vollständig saniert.

1966 erfolgte der Umbau der ehemaligen Arztpraxis Dr. Ullrich in eine Kinderkrippe . 1974/75 wurde der Kindergarten erweitert und nach 1991 wurde das Gelände gekauft und saniert. Nach 1990 gab es einen regelrechten Eigenheimbauboom. In mehreren Wohngebieten entstanden schmucke Eigenheime. Zahlreiche Straßen in Wintersdorf und seinen Ortsteilen wurden ausgebaut, Spielplätze wurden errichtet bzw. saniert.

1994 erfolgten der Anschluss an die Erdgasversorgung und 1995 an die zentrale Abwasserkläranlage des WAZ Schnaudertal Meuselwitz (heute Eigenbetrieb der Stadt Meuselwitz „Stadtwerke Schnaudertal“). In dieser Zeit wurden auch ein Dienstleistungszentrum errichtet und der 1914/15 erbaute Wasserturm – ein Wahrzeichen von Wintersdorf – saniert. 1998 wurde ein Sportgebäude gebaut, ebenso ein Feuerwehrgerätehaus mit Stellplätzen und Schulungsraum. Eine 4-Bahnenkegelanlage nach EU-Norm entstand anstelle der alten Kegelbahn.
Zum Ortsteil Wintersdorf gehören die Wohnbereiche Bosengröba, Gröba, Heukendorf, Pflichtendorf und Ruppersdorf.

1996 erfolgte die Eingemeindung von Lehma und Trebanz nach Wintersdorf. Seit 1990 ist der Ortsteil Wintersdorf im Rahmen einer Gemeindepartnerschaft mit der Stadt Zirndorf in Mittelfranken und Rastatt-Wintersdorf/Baden verbunden. Zum Ehrenbürger wurde 1994 der Altbürgermeister von Zirndorf, Herr Virgilio Röschlein, ernannt.
Seit 1998 besteht auch eine Patenschaft mit dem Abgesetzten technischen Zug 355 der Bundeswehr Gleina.

Der Ortsname Wintersdorf kommt in Deutschland 1927 viermal vor: in Baden, bei Trier, in Mittelfranken und unser Wintersdorf in Thüringen. Unser Ortsteil ist davon der Größte. Im Volksmund sagt man noch heute "Wengschdorf".

Und hier lässt es sich für die derzeit ca. 2.210 Einwohner und ihre Gäste gut leben. Wintersdorf ist ein interessanter, sehenswerter und kinderfreundlicher Ort, in waldreicher Umgebung im Altenburger Land mit einem stark ausgeprägten Vereinsleben. Es gibt ausgeschilderte Rad- und Wanderwege, einen Haltepunkt der Kohlebahn, das Waldgebiet „Kammerforst“ und einen Reiterhof, der zu Kremserfahrten einlädt. Auf dem nahen Haselbacher See finden jährlich mehrere Seesportveranstaltungen statt. Am 2. Wochenende im September eines jeden Jahres feiert der Ortsteil sein legendäres „Großes Wintersdorfer Dorffest“. Zahlreiche Spielplätze, ein Verkehrsgarten, die Kindertagesstätte „Dr. Gerhard Ullrich“ und die Wintersdorfer Grundschule sind Einrichtungen, die Familien mit Kindern von Bedeutung sind.

Die vielen Vereine bieten die Möglichkeit abwechslungsreicher Freizeitgestaltung. Seit dem 01.12.2007 wurde die Eingemeindung von Wintersdorf nach Meuselwitz vollzogen.

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Erstmals wurde Waltersdorf gemeinsam mit Wintersdorf, Gröba, Heukendorf und Lehma im Zehntenverzeichnis des Klosters Bosau von 1181 - 1214 erwähnt. Der Name Waltersdorf stammt offenbar von dem ersten Siedler Walter oder vom Anführer einer kleinen Gruppe Landsuchender die hier einst eine neue Heimat fanden. Die Anlage des Dorfes deutet auf eine deutsche Gründung hin. Ob zur gleichen Zeit Sorben Nachbarn des Dorfes waren, ist nicht bekannt, aber auf Grund von Ausgrabungen sehr wahrscheinlich.

1880 bestand Waltersdorf aus 43 Wohnhäusern, darunter 2 Bauern- und 22 Handgüter. 243 Einwohner lebten damals hier. 1840 soll eine Mühle erbaut worden sein. Läden und Handwerker hatten im Ort lange Zeit ihr Auskommen (Kolonial- und Kramwarenläden, Schmiede, Schweine- und Getreidehandel, Schuhmacher, Fleischerei…).

1888 entstand eine Schule für die Kinder von Waltersdorf und Neubraunshain. 1928 wurde die freiwillige Feuerwehr Waltersdorf gegründet. Aber auch schon vorher gab es eine Art Feuerwehr, die immer wieder Feuersbrünste bekämpfen musste.

Später fanden die Bewohner von Waltersdorf Arbeit in den Kohlegruben und Brikettfabriken des Umlandes und in der Landwirtschaft. Die kleinen Läden und Handwerksbetriebe sind längst verschwunden.

Heute ist Waltersdorf mit ca. 130 Einwohnern ein schmuckes kleines Dörfchen mit einer gemütlichen Gaststätte. Zwischen 2000 und 2004 wurden im Rahmen der Dorferneuerung alle Straßen neu ausgebaut, der Dorfteich verschönt, die Freiflächen um das ehemalige Gemeindeamt neu gestaltet und das ehemalige Gemeindeamt, welches ursprünglich als Schule errichtet wurde, wurde zum Vereinshaus umgebaut. Dort haben die Motorradfreunde und Judo- und Freizeitsportler ihr Domizil gefunden.
Am Ortsausgang, Richtung Neubraunshain, betreibt die Kriebitzscher Agrargenossenschaft eine Schweinemastanlage. Ein Landwirt und ein Nebenerwerbslandwirt schaffen noch im Dörfchen, ebenso ein Brennstoffhandel. In der Nachbarschaft zwischen Rositz und Waltersdorf hat sich in den letzten Jahren ein Windpark angesiedelt.

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Das Dorf Neubraunshain entstand im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts am Rande des Kammerforstes, nordöstlich von Rositz.
1880 gab es 11 Wohnhäuser mit insgesamt 63 Einwohnern.
Es wird vermutet, dass Neubraunshain auf der Wüstung des Ortes Braunis oder in deren Nähe errichtet wurde und so zu seinem Namen kam.
Von Feldern umgeben, ca. einen Kilometer vom Kammerforst entfernt, ist Neubraunshain heute der östlichste Ortsteil von Meuselwitz. 34 Einwohner leben noch in dem kleinen Ort, durch den eine Straße von Waltersdorf kommend nach Lehma führt.

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