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Der Ortsteil Brossen, der 1973 zusammen mit Zipsendorf zu Meuselwitz eingemeindet wurde und ca. 270 Einwohner hat, liegt im Tal der Schnauder. Er grenzt im Westen und Süden bei Oelsen und Spora mit Sachsen-Anhalt und im Norden und Osten mit Mumsdorf und dem ehemaligen Ort Zipsendorf, die zum Land Thüringen zählen.
Wesentliche historische Daten des Ortes stammen aus dem 17. Jahrhundert. Erwähnenswert ist die alte Schnaudermühle, die 1668 erbaut wurde und sich im Besitz der Familie Blüthner befand.
Von 1901 bis 1969 führte bei Brossen die Trasse der Schmalspurbahn Wuitz - Gera entlang, die für den Kohlentransport und den Transport der Erzeugnisse der Landwirtschaft und umliegender Betriebe, aber auch zur Personenbeförderung diente. Von Bedeutung war neben Braunkohlenabbau und Landwirtschaft der Mitte des 19. Jahrhunderts gegründete Ziegeleibetrieb der Familie Just.
Die höchste Bevölkerungszahl von etwa 700 Einwohnern ist aus dem Jahre 1927 zu vermelden. Seit 1956 gingen die Kinder des Dorfes nach Zipsendorf zur Schule.
In den letzten Jahren wurden in privater Initiative verstärkt Sanierungsmaßnahmen an Häusern durchgeführt, es erfolgte die Umstellung auf den Heizenergieträger Erdgas, ein neuer Kinderspielplatz wurde angelegt, der Verbindungsweg nach Zipsendorf wurde asphaltiert. Der Ortsteil Brossen wurde in das Dorferneuerungsprogramm integriert. In diesem Rahmen wurde u.a. die Brossener Dorfstraße als Gemeinschaftsaufgabe mit dem Eigenbetrieb Stadtwerke „Schnaudertal“ in 2 Bauabschnitten grundhaft ausgebaut. Im September 2008 erfolgte die Übergabe. Des Weiteren wurden  Sanierungsmaßnahmen am Vereinshaus durchgeführt, wodurch das gesellschaftliche Leben im Ort positiv beeinflusst wird. 
Eine Reihe neuer Einfamilienhäuser sind entstanden. Für gemeinsame Treffen von Vereinen oder Organisationen steht ein in den letzten Jahren aus dem ehemaligen Feuerwehrstützpunkt neu gestalteter Vereinsraum zur Verfügung.

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