• Buenauroda-001

Der derzeit ca. 165 Einwohner zählende Ort wurde im Jahre 1700 durch Heinrich von Bünau gegründet und war seiner Anlage nach ein Straßendorf, auf dem gerodeten Prößdorfer Wald erbaut. Es war zu Prößdorf eingepfarrt. Nicht viel ist über die Geschichte bekannt, aber um 1705 soll neben den ersten Baustätten auch bereits eine Schenke errichtet worden sein.
1861 begann der Chausseebau von Meuselwitz nach Lucka, direkt an Bünauroda vorbei.
Um 1900 erfasste der Bergbau die Flur Bünauroda und führte zur Vergrößerung des Dorfes. 1927 waren es 140 Einwohner. Zu dieser Zeit gehörte der Ort zum Amtsgericht Meuselwitz, kirchlich und schulisch noch zu Prößdorf, standesamtlich zu Lucka.
1947 wurde die neue Straße Falkenhain - Bünauroda eingeweiht, die lange Zeit durch den Braunkohlenabbau unterbrochen war und im Jahre 1950 wurde der Ort zu Meuselwitz eingemeindet. 1954/55 wurde die Kegelbahn erbaut, nach Modernisierungen eine heute noch gern genutzte Wettkampfstätte.
Auch für Bünauroda wurde als Alternative zur Fernwärmeversorgung der Neuanschluss an die Versorgungsleitung Erdgas im Jahre 1993 realisiert. Damit verbunden erfolgte dann 1994 die Straßensanierung. Der ehemalige Feuerlöschteich wurde 1993 zu einem attraktiven Teichensemble umgestaltet, als Ergänzung konnte dazu 1994 ein neuer Kinderspielplatz angrenzend an das Teichgelände geschaffen werden.

 

Ortsteil Falkenhain

Der Ort Falkenhain, geschichtlich bis 1216 zurückzuverfolgen, war jahrhundertelang mit der Geschichte der Stadt Zeitz verbunden. Erst im Jahre 1952 wurde Falkenhain dem Kreis Altenburg, Bezirk Leipzig, zugeordnet. Seit 1990 zählt Falkenhain, erstmals in seiner langen Geschichte, zu Thüringen.

Die bedeutendste Persönlichkeit ist der am 11. März 1824 in Falkenhain geborene weltberühmte Klavierbauer Julius Blüthner. Am 7. November 1853 gründete er in Leipzig eine eigene Fabrik, die auch heute noch existiert. Falkenhain ist auch Geburtsort des Malers und Grafikers Herbert Gentzsch. (geb. am 29.03.1909 in Falkenhain, gest. am 28.12.1989 auf der ostfries. Insel Juist, seiner langjährigen Heimat und Wirkungsstätte).

Das älteste Bauwerk ist die Falkenhainer Kirche, die bereits 1437 als Rittergutskapelle vorhanden war. Auf ihrem Vorplatz steht ein um 1100 gefertigter Taufstein. Auch ein Sühnekreuz aus dem Mittelalter und das Gefallenendenkmal von Rusendorf sind hier aufgestellt.

Bis zum Beginn unseres Jahrhunderts war der Ort überwiegend ein Bauerndorf, das Rittergut spielte die dominierende Rolle. Erst mit dem Einzug des Braunkohlenbergbaus änderte sich das. Die Einwohnerzahlen stiegen sprunghaft an, Falkenhain entwickelte sich zu einem Industriedorf.

Am 8. März 1994 erfolgte die Eingliederung von Falkenhain in die Stadt Meuselwitz.

Falkenhain Kirche

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