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Es wird vermutet, dass dieses Dörfchen, eine Zeit lang auch mit Haynchen bezeichnet, bereits im 12. Jahrhundert existierte. Sicher ist der Hinweis, dass der Ort bis 1529 noch in Zipsendorf eingepfarrt war und einem Herrn von Bünau gehörte. Wiederholt kam es zu einem Besitzwechsel, so erwarb z. B. Heinrich von Clauspruch 1578 Schnauderhainichen. Der Ort war stets von den jeweiligen wirtschaftlichen Verhältnissen seines Umfeldes abhängig und die sich entwickelnde Textilfabrikation in Meuselwitz trug zur Vergrößerung des Ortes bei. Später fanden die Bewohner Beschäftigung im Bergbau und in weiteren umliegenden Betrieben. Bereits 1922 erfolgte die Eingemeindung nach Meuselwitz.
Nach dem 2. Weltkrieg fanden hier sehr viele Vertriebene Unterkunft. So wurden in der hiesigen Schule zeitweilig bis zu 180 Kinder unterrichtet. Gegenwärtig zählt Schnauderhainichen ca. 216 Einwohner.
Der hübsche Ort, der ein wenig abseits und sehr ruhig liegt, wurde durch die Erneuerung der wichtigsten Straßenführungen und durch Sanierungen vieler Häuser attraktiver gestaltet. Sowohl der Ortschaftsrat Schnauderhainichen als auch der dortige Feuerwehr- und Heimatverein fühlen sich für gemeinsame Aktivitäten sowie Dorf- und Kinderfest verantwortlich. Dafür stehen die Räumlichkeiten des Feuerwehr- und Heimatvereins zur Verfügung. Von hier aus lohnen sich Wanderungen ins Schnaudertal bis nach Wintersdorf, in das nahe gelegene Auholz und in die rekultivierten Gebiete der Bergbaufolgelandschaft des ehemaligen Luckaer Forstes.

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