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Erstmals wurde Waltersdorf gemeinsam mit Wintersdorf, Gröba, Heukendorf und Lehma im Zehntenverzeichnis des Klosters Bosau von 1181 - 1214 erwähnt. Der Name Waltersdorf stammt offenbar von dem ersten Siedler Walter oder vom Anführer einer kleinen Gruppe Landsuchender die hier einst eine neue Heimat fanden. Die Anlage des Dorfes deutet auf eine deutsche Gründung hin. Ob zur gleichen Zeit Sorben Nachbarn des Dorfes waren, ist nicht bekannt, aber auf Grund von Ausgrabungen sehr wahrscheinlich.

1880 bestand Waltersdorf aus 43 Wohnhäusern, darunter 2 Bauern- und 22 Handgüter. 243 Einwohner lebten damals hier. 1840 soll eine Mühle erbaut worden sein. Läden und Handwerker hatten im Ort lange Zeit ihr Auskommen (Kolonial- und Kramwarenläden, Schmiede, Schweine- und Getreidehandel, Schuhmacher, Fleischerei…).

1888 entstand eine Schule für die Kinder von Waltersdorf und Neubraunshain. 1928 wurde die freiwillige Feuerwehr Waltersdorf gegründet. Aber auch schon vorher gab es eine Art Feuerwehr, die immer wieder Feuersbrünste bekämpfen musste.

Später fanden die Bewohner von Waltersdorf Arbeit in den Kohlegruben und Brikettfabriken des Umlandes und in der Landwirtschaft. Die kleinen Läden und Handwerksbetriebe sind längst verschwunden.

Heute ist Waltersdorf mit ca. 130 Einwohnern ein schmuckes kleines Dörfchen mit einer gemütlichen Gaststätte. Zwischen 2000 und 2004 wurden im Rahmen der Dorferneuerung alle Straßen neu ausgebaut, der Dorfteich verschönt, die Freiflächen um das ehemalige Gemeindeamt neu gestaltet und das ehemalige Gemeindeamt, welches ursprünglich als Schule errichtet wurde, wurde zum Vereinshaus umgebaut. Dort haben die Motorradfreunde und Judo- und Freizeitsportler ihr Domizil gefunden.
Am Ortsausgang, Richtung Neubraunshain, betreibt die Kriebitzscher Agrargenossenschaft eine Schweinemastanlage. Ein Landwirt und ein Nebenerwerbslandwirt schaffen noch im Dörfchen, ebenso ein Brennstoffhandel. In der Nachbarschaft zwischen Rositz und Waltersdorf hat sich in den letzten Jahren ein Windpark angesiedelt.

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