Blick auf das Heimatmuseum von Meuselwitz, ein zweistöckiges Fachwerkhaus mit ausgebautem roten Dach und hellblauen Fensterläden an den Fenstern der unteren Etagen. Heimatmuseum Meuselwitz

Neugasse 1/3
Öffnungszeiten
sonntags 14 - 17 Uhr; siehe Veröffentlichung im "Boten von der Schnauder" sowie nach Rücksprache

Werden Führungen gewünscht, bitten wir um vorherige Anmeldung
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Das Fachwerkensemble Neugasse 1/3, ein ehemaliges Weberhaus, stammt aus der Zeit um 1700. Es ist eines der ältesten Häuser in Meuselwitz und wurde durch die im Oktober 1993 vorgenommene Gebäudenotsicherung vor dem endgültigen Verfall gerettet. Im Dezember 1994 begann der Umbau mit der Zielstellung, darin die Exponate der Heimatgeschichte - die bis 1984 in der alten Mühle ausgestellt waren und dann zunächst provisorisch untergestellt und seit 1993 in der H. Heine-Straße wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden - in einem würdigen Rahmen präsentieren zu können. Nach der Gesamtfertigstellung und der Einweihung im Dezember 1996 können in den Ausstellungsräumen verschiedene Schwerpunkte der Meuselwitzer Geschichte nachvollzogen werden.

 

In den Ausstellungsräumen finden Sie:
1. Familie von Seckendorff und ihre Bedeutung für Meuselwitz
2. Stadtgeschichte
3. Handwerk, Gewerbe und Vereine in Meuselwitz
4. Bergbau im Raum Meuselwitz mit Ur- und Frühgeschichte
5. Industrie in und um Meuselwitz (Maschinenbau und Textilverarbeitung)
6. Die Meuselwitzer Ortsteile
7.  Das Altenburger Land

 

Das Rathaus zu Meuselwitz

Rathausstr. 1
Das Rathaus wurde 1861/1862 im neogotischen Stil errichtet. Der Ort zählte damals 2160 Einwohner. Seit 1874 ist es Sitz des Bürgermeisters, denn am 6. Juli 1874 wurde der Flecken zur Stadt ernannt.
In den ersten Jahren befand sich auch die Wohnung des Bürgermeisters im Rathaus. Die Räume der Wohnung wurden später durch die Erweiterung der Stadt als Arbeitsräume benötigt. Zeitweilig war auch die Sparkasse im Rathaus untergebracht, auch befand sich in einem Raum das Archiv. Die Fassade wurde im Jahr 1989 zur 850-Jahrfeier der Ersterwähnung des Ortes erneuert und im Jahre 1993/94 das Rathaus innen saniert. Zum gleichen Baustil gehörte das früher dem Rathaus gegenüber liegende Stadthaus, in dessen vorderen, dem Markt zugewandten Teil, die Sparkasse ihre Räume hat.
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Die Orangerie im von-Seckendorff-Park
Sie ist letzter Überrest des ehemaligen Schlosskomplexes (von wo aus über 300 Jahre hinweg die Familie von Seckendorff die Geschicke der Stadt Meuselwitz mit prägte). Erbaut wurde sie in den Jahren 1724 bis 1727 im Rahmen der Erweiterung des Seckendorffschen Schlosses nach Entwürfen des kursächsischen Landesbaumeisters David Schatz vermutlich durch den Ratsbaumeister Georg Hellbrunn. Man sagt dem spätbarocken Bauwerk nach, dass es als Vorlage für das 1745 erbaute Schloss Sanssouci gedient haben soll. Nach mehreren Restaurierungsphasen schien in den 80er Jahren das Gebäude dem Verfall preisgegeben zu sein. In den Jahren 1991 bis 1998 wurde nach erfolgter Notsicherung eine umfassende Sanierung des gesamten Bauwerkes vorgenommen. Seit dem Sommer 1998 steht die Orangerie mit einem attraktiven Cafe/Restaurant und einem Festsaal für kulturell - literarische sowie andere Veranstaltungen den Besuchern offen.null
Der Hainbergsee
Dieser See für Angeln und Freizeitsport entstand um die Jahrhundertwende aus dem Restloch der um 1871 aufgeschlossenen ehemaligen Grube "Vereinsglück". Der Hainbergsee umfaßt mit rund 800 m Länge und 300 m Breite eine Wasserfläche von ca. 18 Hektar. Stellenweise ist er bis zu 40 m tief. Vermutlich existiert eine unterirdische Quelle, die für die gute Wasserqualität sorgt. Der von einem kleinen Wäldchen umgebene See kann auf einem Wanderweg umrundet werden.
Vom Hotel & Restaurant "Am Hainberg-See" eröffnet sich bei einer Rast ein wunderbarer Ausblick über den ganzen See. Vor allem das Inselbiotop bietet vielen Tieren Unterschlupf. So gibt es neben dem reichen Fischbestand auch Reiher, Schwäne und Wildgänse. An den See grenzt der ca. 220 m hohe Hainberg, der zu den höchsten Erhebungen um Meuselwitz zählt.
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Kulturbahnhof
und Kohlebahn
Eine beliebte touristische Sehenswürdigkeit ist der Kulturbahnhof Meuselwitz im ehemaligen Lokschuppen.
Eine Modellausstellung zeigt das Wiederentstehen der Bahnstrecke Meuselwitz – Altenburg mit typischen Bauwerken entlang der Strecke. Zudem gibt es bewegliche Modelle zur Braunkohlengewinnung und –verarbeitung zu sehen.
Die interessierten Besucher erwarten außerdem ein technisches Museum mit einem großen Freigelände, technische Anlagen, bergmännische Exponate, Dokumente und historische Züge. Dort soll in Ansätzen die über 100-jährige Geschichte des Braunkohlenbergbaus nachvollziehbar gemacht werden.
Der Kulturbahnhof ist auch Startpunkt für die beliebte Kohlebahn, die als 900 mm-Schmalspurbahn auf einer Länge von 15 km zwischen Meuselwitz und Regis-Breitingen - mit Haltepunkten in Wintersdorf und Haselbach - auch die thüringisch-sächsische Landesgrenze überquert. Eine idyllische Landschaft, die auch zum Wandern und Radfahren einlädt, wird von den Zügen durchfahren. Im Zusammenhang mit der Erschließung auf Thüringer Seite wird u. a. auch am Haselbacher See ein Haltepunkt errichtet werden.  Dieser aus einer Rekultivierungsmaßnahme entstandene See kann aufgrund seiner Größe und landschaftlichen Umgebung (Kammerforst) überregionale touristische Bedeutung in Verbindung mit weiteren neu entstandenen und noch entstehenden Seen im Südraum von Leipzig erlangen.
Weitere Informationen – auch zu den Fahrplänen der Kohlebahn – finden Sie unter www.kohlebahnen.de

Zusätzliche Informationen